
Der Deutsche, sein Auto und der Rest der Welt
Der Deutsche und sein Auto.
Das ist ein in der Welt einmaliges Verhältnis.
Man erkennt es unter anderem daran, dass Deutsche ihr Auto statistisch besser pflegen als ihre Gesundheit. Fairerweise muss man sagen: Mit dem Haustier geht man auch öfter zum Arzt als mit sich selbst. Aber der Wagen? Der bekommt alles. Serviceheft, Inspektion, Pflegeprodukte. Liebe.
Ich will auf dieses Klischee hinaus:
Keine Zähne im Hals, aber dreiteilige BBS-Felgen am GTI.
Fakt ist auch: Deutschland ist – dank der Automobil-Lobby – das einzige Land der Welt ohne Tempolimit. Ergänzend sei erwähnt: Im Kongo gibt es auch kein Tempolimit.
Der Unterschied: Dort gibt es schlicht keine Straßen, auf denen man schneller als 60 km/h fahren möchte.
Autofahren bekommen wir hierzulande in die Wiege gelegt.
Vom BIC-Trecker bis zum Manta B GTE vergehen etwa 17 Jahre.
Und insbesondere die Landjugend kann beim Start der Fahrschule eigentlich schon alles – bekommt nur noch die Regeln erklärt.
Außer den Deutschen kann ohnehin keiner richtig Auto fahren.
Das sieht man besonders gut in Schleswig-Holstein, wo man an jeder Kreuzung über einen Dänen stolpert. Die kommen nämlich komplett ohne Blinker, Spiegel und Rücksicht aus.
Und nur in Deutschland gibt es diese klare Klasseneinteilung:
VW-Fahrer.
Opel-Fahrer.
Audi-Fahrer.
BMW-Fahrer.
Mercedes-Fahrer.
Wohnmobile.
Und Niederländer.
Letztere erkennt man daran,
dass sie auf deutschen Straßen fahren,
als wären sie im Urlaub –
während alle anderen so tun,
als gehörten ihnen Straße, Zeit
und die Wahrheit über richtiges Autofahren.